Archiv für Wettbewerbe

Bericht von der Geographie-Weltolympiade 2014 in Krakau

 

Team Germany erfolgreich von der
11. iGeo aus Kraków zurückgekehrt

Erstmals kehrten alle deutschen Teilnehmer mit Medaillen von einer iGeo zurück. Vom 19. bis 24. August 2014 fand die 11. Weltolympiade Geographie in Kraków, in unserem Nachbarland statt. Schon vorher zeichnete sich ab, dass wir leistungsmäßig ein sehr ausgeglichenes und starkes Team mit hohem Anspruch nach Polen schicken. Die Teilnahme am Trainingslager im April dieses Jahres in Leipzig verriet ein hohes Niveau unserer Olympioniken und ließ auf ein sehr gutes Ergebnis hoffen.

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Das deutsche Team bei der Geographie-Olympiade in Kraków (von links) Kerstin Bräuer (SAC, Teamleaderin), Lukas Burghardt (HES, Bronzemedaille), Robert Latka (THU, Silbermedaille), Jana Frenzel (BER, Silbermedaille), Konstantin Hierl (SAC, Silbermedaille), Wolfgang Gerber (SAC, Teamleader).

Nach dem Schreiben mehrerer physio- und humangeographischer Klausuren, einer zweitätigen Fieldwork-Tätigkeit mit Kartierungs- und Planungsaufgaben sowie einem Multimediatest war die Spannung bis zur Medaillenvergabe groß. Lukas Burghardt aus Hamburg errang für die Deutschland eine Bronzemedaille, Jana Frenzel aus Berlin, Robert Latka aus Weimar und Konstantin Hierl aus Leipzig Silbermedaillen. Das ergab in der Mannschaftswertung Rang 6 von 36 Teams. Jana war in der Wertung des Fieldwork-Wettbewerbes sogar die Drittbeste unter allen 144 Teilnehmern in der Welt.

Diese Resultate zeigen, dass die deutschen Schüler zu den Besten der Welt im Fach Geographie zählen. Das zeugt wiederum davon, dass in den Schulen eine solide Arbeit von den Geographielehrerinnen und -lehrern geleistet wird, aber auch von den Englischlehrern, denn die gesamte Olympiade findet in englischer Sprache statt. Da merkt man kaum einen Unterschied zu den Nativspeakern.

Die Tage in Kraków und auf dem anschließenden Fieldtrip durch Polen waren geprägt von einem sehr guten Verhältnis der „Students“ und ihrer Teambetreuer. Es wurden viele internationale Freundschaften geschlossen. Eine besonders gute Atmosphäre herrschte auch im deutschen Team. Es wurde viel gescherzt und gelacht. Auf der Heimreise überreichten die Schüler ihren beiden „Teamleadern“, Frau Kerstin Bräuer und Herrn Wolfgang Gerber (beide aus Leipzig), einen tollen Bildband über Polen mit persönlichen Widmungen und Dankesworten.

Ein großes Dankeschön geht an alle Lehrerinnen und Lehrer, an die Landesbeauftragten der Bundesländer , an das iGeo-Aufgaben-Team und an die Sponsoren (DGfG, VDSG, Klett Schulbuchverlag, Westermann Schulbuchverlag, Deutsche Bank Leipzig-West), die zum Gelingen des nationalen Wettbewerbes „Janus iGeo-Competition Deutschland“ und zum Erfolg auf der iGeo beigetragen haben.

Im Sommer/ Herbst 2015 beginnt der nächste nationale Wettbewerb. Auf der Homepage und in den Mitteilungsheften der Landesverbände des VDSG finden Sie dazu im Frühjahr 2015 die Informationen. Dann werden die Schülerinnen und Schüler in Deutschland gesucht, die unser Land bei der 12. iGeo in Peking vertreten werden. Bereiten Sie Ihre Schülerinnen und Schüler darauf vor und nehmen Sie an den Wettkämpfen teil.

Gutes Gelingen wünscht

Dr. Wolfgang Gerber

(2. Vorsitzender des VDSG)

Sonderpreis des VDSG beim Bundesfinale Jugend forscht 2014

Großer Erfolg für Jungforscherin
aus
Hamburg

Sonderpreis für
Erforschung des Vulkanismus auf Island

Bericht von  Volker Huntemann

 Beim diesjährigen Bundesfinale von Jugend forscht, das gemeinsam von der Adolf Würth GmbH & Co.KG und der Stiftung Jugend forscht e.V. in Künzelsau ausgerichtet wurde, ging der Sonderpreis des Verbands Deutscher Schulgeographen (VDSG) an Florentine Mostaghimi-Gomi (Hamburg) mit ihrer Arbeit „Drohende Vulkangefahr in Südwest-Island?“.  Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich für eine herausragende Arbeit aus dem Bereich des geowissenschaftlichen Unterrichts vergeben. Die Preisträgerin wurde zusätzlich zum Deutschen Geographentag 2015 in Berlin eingeladen.

Sonderpreis VDSG Foto
Florentine Mostaghimi-Gomi bei der Verleihung des Sonderpreises des Verbands Deutscher Schulgeographen (VDSG) mit dem Fachreferenten für außerverbandliche geographische Schülerwettbewerbe, StD Volker Huntemann. (Bild: Jugend forscht)

Im Rahmen eines Aufenthalts auf Island, einer exponiert liegenden Nahtstelle zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Platte, erforschte Florentine Mostaghimi-Gomi die dortigen vulkanischen Tätigkeiten. Ausgestattet mit einer Wärmebildkamera fotografierte sie Quellen und Schlammtöpfe nahe der Plattengrenze. Zudem verglich sie die gemessenen Temperaturen mit Werten aus einer wissenschaftlichen Arbeit aus dem Jahr 2007. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass an einigen Orten im Südwesten Islands die Temperatur seitdem deutlich angestiegen ist. Die Nachwuchswissenschaftlerin wertet das als ein deutliches Indiz, dass sich zunehmend heißes Gestein der Erdoberfläche nähert. Aus diesem Grunde empfiehlt sie eine verstärkte Überwachung der Region, um einen bevorstehenden Vulkanausbruch frühzeitig zu erkennen und notwendige Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Der Verband Deutscher Schulgeographen (VDSG) ist für alle Schulformen und Bildungsbereiche die Fach- und Interessenvertretung für geographische Bildung und Nachhaltigkeitserziehung und vertritt die Ziele gegenüber der Öffentlichkeit. Er unterstützt die Entwicklung des Faches Geographie, berät in unterrichtlichen Fragen, führt Exkursionen und Fortbildungen durch und informiert über neue wissenschaftliche Entwicklungen.

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