Kategorie-Archiv: Wettbewerbe

Wettbewerb „Diercke iGeo“ – Aktuelles

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22. September 2017
Wettbewerb 2017 – Lösungen und Korrekturhinweise HIER

16. September 2017
Die Wettbewerbsaufgaben 2017 HIER

Aktuell 18. Januar 2017:
Verzeichnis der Landesbeauftragten für den Wettbewerb „Diercke iGeo“ 2017, Infos zu Zeitplan etc. HIER

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Deutsches Team bei der iGeo 2016 in Peking sehr erfolgreich
(sr) Von der IGeo 2016 (16-22. August) kehrten alle vier Teilnehmer mit einer Medaille aus Peking zurück. Herzlichen Glückwunsch für die tollen Einzelleistungen und das hervorragendes Mannschaftsergebnis!
+ Offizieller Bericht von Dr. Wolfgang Gerber HIER
+ Eindrücke von Sebastian Bürger (Silbermedaillen-Gewinner) HIER
+ Photos:
Die Teilnehmer mit den Medaillen: v.l.n.r.: Wolfgang Gerber (Teamleader, Sachsen), Pascal Semper (Sachsen), Samuel Höing (Niedersachsen), Sebastian Bürger (Sachsen), Max Wiest (Sachsen-Anhalt), Christoph Zwißler (Teamleader, Sachsen) (Photo: Hana Parizkova):  (HIER) und vor der der Skyline Shanghais: v.l.n.r.: Christoph Zwißler (Teamleader, Sachsen), Sebastian Bürger (Sachsen), Max Wiest (Sachsen-Anhalt), Samuel Höing (Niedersachsen), Pascal Semper(Sachsen), Wolfgang Gerber (Teamleader, Sachsen) (Photo: Niels Sevens) (HIER)

 

 

 

 

Jugend forscht 2017

Teleskop-Blick auf Luftschadstoffe bringt Tobias Gerbracht den begehrten Preis der Bundesbildungsministerin

Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit geht nach Wuppertal/Nordrhein-Westfalen

Das Bundesfinale von Jugend forscht in Erlangen 2017

Bei der diesjährigen 52. Wettbewerbsrunde wurde wieder ein großartiges Ergebnis in der Teilnehmerzahl aufgestellt: 12.4226 Jugendliche hatten sich angemeldet. Für das Bundesfinale in Erlangen qualifizierten sich dann 178 talentierte Jungforscher und Jungforscherinnen mit insgesamt 107 Projekten, wobei 11 Arbeiten aus dem Bereich Geo- und Raumwissenschaften stammten. Bei der Abschlussveranstaltung betonte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka: „Besonders gefreut hat mich, dass sich noch nie in der Geschichte von Jugend forscht so viele Mädchen beteiligt haben wie an der diesjährigen Wettbewerbsrunde. Dies ist eine wunderbare Entwicklung und beweist, dass die Naturwissenschaften keine männliche Domäne mehr sind.“

Bundessieg für die beste interdisziplinäre Arbeit
Ein weiteres Mal nach 2015 ist es den „Geos“ nun schon gelungen, einen der besonders begehrten fachgebietsübergreifenden Bundessiege zu erringen. Mit seiner Arbeit „Entwicklung einer innovatien Messvorrichtung für ein effizientes Umweltmonitoring“ wurde Tobias Gerbracht (Wuppertal) mit dem Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit der Bundesministerin für Bildung und Forschung ausgezeichnet. Beim Beginn seiner Arbeiten war es dem Jungforscher klar, dass zur Luftverschmutzung in Wuppertal bislang nur wenige Daten vorliegen. Da er das ändern wollte, baute er eine selbstentwickelte Messstation. Seine Apparatur besteht aus einer Speziallampe, die auf einen fernen Reflektor strahlt, der das Licht wiederum zu einem Teleskop sendet. Auf diese Weise legt das Licht bis zu zwei Kilometer durch die Atmosphäre zurück. Anhand des ankommenden Lichtspektrums lässt sich dann die Stickoxidkonzentration in der Luft errechnen, weil jeder Schadstoff in der Atmosphäre auf eine charakteristische Weise Licht absorbiert. Auf diesem Wege konnte der Jungforscher nachweisen, dass der NO2-Gehalt der Stadtluft in Wuppertal den EU-Grenzwert zeitweise deutlich überschreitet. Mit seinen Ergebnissen hofft er, einen Beitrag zur Debatte um den Ausbau einer Landesstraße leisten zu können. Die Jury war besonders beeindruckt von dem konsequenten Weg, den Tobias quer durch die Disziplinen Technik, Physik und Geowissenschaften eingeschlagen hat. Mit seiner Apparatur ist er in der Lage, zügig und mobil einen wichtigen Beitrag zur umweltgerechten Planung innerstädtischer Verkehrswege zu leisten.

Sonderpreis des Verbands Deutscher Schulgeographen (VDSG)
Den Sonderpreis des VDSG erhielt Lasse Keim (Hamburg) für seine Arbeit „Untersuchungen zur Rhythmizität der Ausbruchstätigkeit des Ätna“. In seiner Arbeit ging Lasse davon aus, dass der Ätna bei seinen Aus

Lasse Keim (Duisburg) erhielt den Sonderpreis des VDSG für seine Arbeit "Untersuchungen zur Rhythmizität der Ausbruchstätigeklti des Ätna" aus den Händen von Volker Huntemann (Fachreferent Schülerwettbewerbe im VDSG). Photo: Jugend forscht

Lasse Keim (Duisburg) erhielt den Sonderpreis des VDSG für seine Arbeit „Untersuchungen zur Rhythmizität der Ausbruchstätigeklti des Ätna“ aus den Händen von Volker Huntemann (Fachreferent Schülerwettbewerbe im VDSG). Photo: Jugend forscht

brüchen eine gewisse Rhythmizität zeigt. Er wollte herausfinden, ob sich diese in der Zusammensetzung der Lava wiederfinden lässt. Hierfür sammelte der Jungforscher zahlreiche Gesteinsproben unterschiedlicher Epochen und untersuchte sie anschließend im Labor. Dabei entdeckte er wiederkehrende Schwankungen des Siliziumgehalts im Vulkangestein. Dieser Wert hängt von der Verweildauer des Magmas in den Tiefen des Ätna ab. Aber auch das Verhältnis von Eisenoxid und Manganoxid wies eine gewisse Periodizität auf. Der Jungforscher hofft, dass künftig aus der chemischen Zusammensetzung der Lava Rückschlüsse auf bevorstehende Aktivitäten gezogen werden können. Seine Prognose: Der Ätna befindet sich am Ende einer noch nicht abgeschlossenen Ausbruchsphase. Diese aus dem Unterricht (Exkursion nach Sizilien) erwachsene Arbeit wurde von der Jury u.a. wegen der gelungenen Arbeitsweise geschätzt und erhielt den Sonderpreis des VDSG.

Die Platzierungen im Bereich Geo- und Raumwissenschaften

Bundessieger
im Fachbereich Geo- und Raumwissenschaften wurde die astronomisch geprägte Arbeit „Untersuchung des Chaos-Verhaltens post-newtonscher Orbitalbewegungen“ von Maximilian Marienhagen, Toni Ringling und Aaron Wild (Erfurt). Sie gingen von der Tatsache aus, dass die Bahnen zweier Himmelskörper, die in Wechselwirkung stehen, sich mit den Newtonschen Gravitationsgesetzen berechnen lassen. Je größer die Himmelskörper sind und je schneller sie sich bewegen, um so stärker ist dann jedoch auch Einsteins Relativitätstheorie zu berücksichtigen. Die wiederum erfordert komplexe Berechnungen; aus diesem Grunde behilft man sich gerne mit sogenannten post-newtonschen Simulationen. Verhalten sich diese chaotisch, so hat bereits eine kleine Unsicherheit in den Anfangswerten große Auswirkungen auf den weiteren Bahnverlauf der Himmelskörper. Die drei Jungforscher simulierten entsprechende Systeme und konnten dabei nachweisen, unter welchen Bedingungen die Orbitalbewegungen chaotisch werden können. Die Jury war fasziniert, wie diese äußerst anspruchsvolle Aufgabe sowohl mathematisch formuliert als auch programmiert wurde. Die Jungforscher konnten u.a. auch zeigen, welche Implikationen ihre Ergebnisse für die Beobachtung von Gravitationswellen haben können.

Sternforschung hat Johannes Klatt (Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg) betrieben in seiner Arbeit „Analyse der Schwankungen der Fe-K-Alpha-Linie im System Cygnus X-1“. Cygnus X-1 ist ein System im Weltraum, das aus zwei Sternen besteht und Röntgenstrahlen aussendet. Aus astronomischen Messreihen ist bekannt, dass die von Ferne beobachtbare Wasserstoffkonzentration dieses Sternensystems unregelmäßigen Schwankungen unterliegt. Diese Beobachtung wurde von dem Jungforscher überprüft auf der Grundlage eines Datensatzes des RXTE-Satelliten aus dem Jahre 2007, denn dieser künstliche Himmelskörper ist auf Röntgenquellen spezialisiert. Damit war es Johannes Klatt möglich, die Beobachtung zu belegen. Durch statistische Analysen gelang ihm darüber hinaus der Nachweis, dass hohe Wasserstoffwerte des Doppelsterns mit einer niedrigeren Abgabe von Röntgenstrahlen durch Eisenatome einhergehen. Ein ähnlicher Effekt ist bereits vom Neutronenstern Hercules X-1 bekannt. Für diese Arbeit wurde der Jungforscher mit dem 2. Preis im Bereich Geo- und Raumwissenschaften ausgezeichnet.

Den 3. Preis erhielt Finn Lauppert von Peharnik (Erlenbach-Alsenborn/Rheinland-Pfalz) für sein Projekt „Superabsorber – Einsatz in der Landwirtschaft“. Superabsorber sind Polymere, die ein Vielfaches ihres Eigengewichts an Wasser speichern können. Der Jungforscher wollte herausfinden, ob diese Kunststoffe auch dazu geeignet sind, den landwirtschaftlichen Ertrag in Trockenregionen zu steigern: Die Superabsorber werden dem Boden beigemischt, der damit mehr Wasser speichern kann. In seinen Laborversuchen fand Finn heraus, dass ein Gemisch aus Erde und Superabsorbern Flüssigkeit bis zum Vierhundertfachen des eigenen Gewichts aufnehmen kann. Bei seinen Praxisversuchen mit Bohnenkulturen stellte sich heraus, dass die Substanz Nachteile gegenüber reinem Erdboden aufweist. Aus diesem Grunde und zusätzlich wegen der noch ungeklärten ökologischen Folgen erscheint der Durchbruch des Konzepts noch weit entfernt.

Der 4. Preis ging an Mathis Harder (Neuenhagen/Brandenburg) mit der Arbeit „Bestimmung der Funktionen der Galileischen Monde zur Ermittlung astronomischer Kerngrößen“. Während 32 Nächten hat der Jungforscher über 100 Stunden lang die vier größten Jupitermonde mit einem Spiegelteleskop beobachtet und deren Positionen auf Digitalbildern dokumentiert. Mit selbst entwickelten und selbst programmierten Rechenmodellen konnte er aus den Aufnahmen nicht nur die Umlaufzeiten der Monde und deren Bahnradien ermitteln, sondern auch die Masse des Jupiters und sogar die Lichtgeschwindigkeit. Außerdem konnte er auf Basis seiner insgesamt mehr als 3000 Bilder das 3. Keplersche Gesetz experimentell belegen, das die Relation von Umlaufzeiten und Länge der Bahnradien von Himmelskörpern in einer mathematischen Formel beschreibt. Auf diese Weise konnte Mathis demonstrieren, welche vielfältigen Erkenntnisse über das Sonnensystem man durch Beobachtungen von der Erde aus gewinnen kann.

Auf Platz 5 landete Ronja Spanke (Lörrach/Baden-Württemberg) mit ihrer Arbeit „Wanderende Steine 4 – ein Vergleich des Racetrack Playa und der Laguna Altillo Chica“. Es existieren einige wenige Orte auf der Erde, an denen sich zentnerschwere Steine in einem Monat um Hunderte von Metern

Die Sonderpreisträgerin der DGfG, Ronja Spanke (Baden-Württemberg) erläutert Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und dem Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht, Dr. Sven Baszio, ihr Projekt.  Photo: V. Huntemann

Die Sonderpreisträgerin der DGfG, Ronja Spanke (Baden-Württemberg) erläutert Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und dem Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht, Dr. Sven Baszio, ihr Projekt.
Photo: V. Huntemann

weit bewegen, wobei sie teilweise lange Schleifspuren hinterlassen. Für diese Phänomene gibt es in der Fachliteratur zwei Hypothesen: Die Steine könnten sich bei starkem Sturm auf einer Mikrobenmatte bewegen, weil diese die Reibung verringert, oder die Steine driften bei leichtem Wind auf schwimmenden Eisschollen. Die Jungforscherin hat seit mehreren Jahren in Kalifornien und in Spanien nach den Ursachen für die wandernden Steine geforscht. Ausgehend von theoretischen Berechnungen und Versuchen im Windkanal gelang es ihr nachzuweisen, dass beide Hypothesen an beiden Standorten in Frage kommen. Zusätzlich zu dieser guten Platzierung wurde Ronjas Projekt auch als beste geographische Arbeit mit dem Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) ausgezeichnet.

Die Wettbewerbsrunde 2018 hat bereits begonnen
Anmeldungen zur Wettbewerbsrunde 2018 (oder zu Schüler experimentieren) sind ab sofort möglich. Anmeldeschluss ist der 30. November 2017; die Einreichung der Arbeit muss dann Anfang Januar 2018 erfolgen. Nähere Informationen zum Wettbewerb 2017 und zur neuen Wettbewerbsrunde unter: Stiftung Jugend forscht e.V., Baumwall 5, 20459 Hamburg, Telefon 040/374709-0, Telefax 040/374709-99; Mailanschrift: info@jugend-forscht.de oder unter www.jugend-forscht.de .

Volker Huntemann

Bundesumweltwettbewerb

Der Bundesumweltwettbewerb wird veranstaltet vom IPN (Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften) in Kiel und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Informationen HIER.Der Verband Deutscher Schulgeographen e.V. hat einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro gestiftet, der für die jeweils beste geographische Arbeit verliehen wird.

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Bundesumweltwettbewerb 2016

Bericht vom Bundesfinale HIER
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25 Jahre Bundesumweltwettbewerb 2015

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Nicolas Lentes (Bad Kreuznach) bei der Verleihung des VDSG-Sonderpreises (2. von rechts) mit Volker Huntemann (VDSG-Referent für Schülerwettbewerbe, links), Prof. Dr. Wilfried Hoppe (Bundesjury BUW II, 2. von links) und der Kultusministerin des Landes Niedersachsen, Frau Heiligenstadt.

030VDSG-Sonderpreisträger Nicolas Lentes mit seinem Präsentationsposter.

DierckeWISSEN – der Geographiewettbewerb in Deutschland

Geschichte des Geographiewettbewerbs DierckeWISSEN in Deutschland
vormals: GeoWissen / GEOGRAPHIE WISSEN / NATIONAL GEOGRAPHIC WISSEN

Im Auftrage des Gesamtvorstandes des VDSG wurden in den Jahren 1998 und 1999 vom Landesverband Bayern im VDSG nach dem Vorbild des Wettbewerbs der National Geographic Society der USA Geography Bee die Wettbewerbe GeoWissen1998 und GeoWissen1999  als Probeläufe durchgeführt.

Auf der Grundlage der Erfahrungen mit den Probeläufen sollte der Wettbewerb ab dem Jahr 2000 dann bundesweit vom VDSG durchgeführt werden. Mit Abschluss des Wettbewerbes 1999 in Langenzenn wurde die Verantwortung für die Durchführung von GeoWissen wie vorgesehen und entsprechend dem Beschluss des VDSG-Gesamtvorstands in Regensburg 1998 vom Landesverband Bayern an den Gesamtverband VDSG übergeben. Sogleich liefen durch den Geschäftsführenden Vorstand die Vorbereitungen für den Wettbewerb GeoWissen2000 an. Der VDSG fand bald zur Vorbereitung von GeoWissen2000 Partner, die logistische und finanzielle Unterstützung zusagten. Die Ausschreibung des Wettbewerbs wurde mit Redaktionsschluss Juni 1999 für die Herbstausgabe von Epiphyt vorgesehen.

Inzwischen hatte im Frühjahr 1999 der Hamburger Verlag Gruner&Jahr (zusammen mit anderen) die Lizenz zur Herausgabe des Magazins National Geographic Deutschland erworben. Verbunden damit waren die Lizenz und der Auftrag, den Wettbewerb Geography Bee auf nationaler Ebene durchzuführen. Die Suche nach möglichen Ansprechpartnern führte Gruner&Jahr/National Geographic Deutschland zur Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) und zum 1. Vorsitzenden des Landesverbandes Niedersachsen im Verband Deutscher Schulgeographen, ohne dass zunächst von NGD erkannt worden wäre, dass beide Organisationen verbunden waren.

An einem ersten Gespräch zwischen NGD und der DGfG über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen NGD und der deutschen Geographie am 11. Mai 1999 in Hamburg nahm der 2. Vorsitzende des VDSG, Dr. Frank-M. Czapek, teil. In dieser Besprechung erfuhr NGD von dem Geographiewettbewerb GeoWissen des VDSG. Herr Dr. Czapek informierte unverzüglich den 1. Vorsitzenden Herrn Dr. Schallhorn, der seinerseits Kontakt mit NGD aufnahmen und Informationen über den gerade abgeschlossenen Wettbewerb GeoWissen1999 an NGD übermittelte.

Am 4. Juni 1999 kam es zu einem ersten persönlichen Kontakt zwischen dem VDSG (1. Vorsitzender Dr. Schallhorn und 2. Vorsitzender Dr. Czapek) und Vertretern von NGD in Hannover, in dem das weitere Procedere eines gemeinsam durchzuführenden Geographie-Schülerwettbewerbes in Deutschland abgesprochen wurde. NGD und VDSG kamen schließlich überein, den Wettbewerb unter dem Namen GEOGRAPHIE WISSEN partnerschaftlich durchzuführen.

Der VDSG sagte auf Wunsch von NGD zu, sowohl die weitere eigenständige Vorbereitung des Geographiewettbewerbs GeoWissen2000 als auch die selbstständige Suche nach weiteren Partnern zunächst ruhen zu lassen. Am 5. August 1999 wurde die „Arbeitsgruppe GEOGRAPHIE WISSEN“ konstitutiert, die die Aufgabe erhielt und übernahm, die Fragen für den Wettbewerb zu erstellen.

Auf der Grundlage weiterer intensiver Kontakte zwischen NGD und VDSG wurden seitdem jährlich die Wettbewerbe GEOGRAPHIE WISSEN – heute: NATIONAL GEOGRAPHIC WISSEN – erfolgreich durchgeführt.  Seit dem Wettbewerbsjahr 2006 ist als Partner Westermann DIERCKE dabei.

Die Absprache zwischen allen Partnern sieht vor, dass die Logistik und der Bundeswettbewerb von National Geographic Deutschland und Westermann DIERCKE durchgeführt werden. Die inhaltliche Ausgestaltung (Fragen auf allen Ebenen) liegt beim VDSG, der dazu eine Arbeitsgruppe berufen hat.

Im Jahr 2011 beendeteNational Geographic Deutschland sein Engagement für den Wettbewerb. Der Westermann-Verlag übernahm fortan die gesamte Logistik und die Ausrichtung des Bundesfinales, der VDSG leistet weiterhin die inhaltliche Gestaltung des Wettbewerbs, der seit 2012 den Titel DierckeWISSEN trägt.

Mit einer Beteiligung von mehr als 300 000 Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 7 bis 10 und einer zusätzlichen Beteiligung Tausender Schülerinnen und Schüler im Junior-Wettbewerb der Klassen 5 und 6 ist DierckeWISSEN einer der teilnehmerstärksten Schüler-Wettbewerbe in Deutschland.

Seit 2007 nehmen auch Schülerinnen und Schüler der deutschen Schulen im Ausland an dem Wettbewerb teil. 2015 siegte erstmals der Sieger aller Auslandsschulen auch im Bundesfinale, das von den 16 Landessiegern und dem Sieger der deutschen Schulen im Ausland bestritten wird.

Jugend forscht

Jugend forscht ist der einer der renommiertesten naturwissenschaftlichen Wettbewerbe in Deutschland. Er wird jährlich von der Stiftung Jugend forscht mit Unterstützung zahlreicher Institutionen veranstaltet. Anmeldeschluss für die Teilnahme ist jeweils der 30. November des Vorjahres. Informationen HIER

Der Verband Deutscher Schulgeographen e.V. hat in der Kategorie „Geo- und Raumwissenschaften“ einen Sonderpreis für die beste geographische Arbeit aus dem Schulbereich gestiftet (1000 Euro).

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Jugend forscht – Wettbewerb 2017
HIER
Jugend forscht – Wettbewerb 2016 HIER
Jugend forscht – Wettbewerb 2015
HIER

 

DIERCKE Wissen – Finale am 12. Juni 2015 in Braunschweig

DW Finale2015

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Schüler aus Lissabon wird deutscher Geografie-Meister

Beitrag aus „Die Welt“

DW 2015

Foto: dpa

Braunschweig – Ein Schüler der Deutschen Schule in Lissabon ist am Freitag Sieger des diesjährigen Diercke Geografie-Wettbewerbs in Braunschweig geworden. Der 14-jährige Dennis Gleich kannte sich bei den Fragen zu Hauptstädten, geologischen Fachbegriffen und Klimadiagrammen am besten aus. Den zweiten Platz belegte der 15-jährige Felix Lochmann aus Meißen, gefolgt von dem ebenfalls 15-jährigen Tim Schröder aus Hildesheim. Das teilte der Veranstalter am Freitag mit.

Die drei Besten sollen Deutschland bei den Weltmeisterschaften in Peking 2016 vertreten. Das Bundesfinale des «Diercke Wissen»-Wettbewerbs veranstalten unter anderem der Westermann-Verlag, das Auswärtige Amt und der Verband Deutscher Schulgeographen. Rund 300 000 Schüler der Klassen 7 bis 10 der weiterführenden Schulen hatten nach Angaben des Verlags 2015 mitgemacht. Der Wettbewerb findet jedes Jahr statt.

12.6.2015

 

Geo Innovativ

GEO INNOVATIV 2018

 Wettbewerb für neue Unterrichtsideen Geographie

Der Verband Deutscher Schulgeographen (VDSG) und der Ernst Klett Verlag schreiben zum dritten Mal für das Jahr 2018 den Wettbewerb für neue Unterrichtsideen Geographie aus. Dieser Wettbewerb richtet sich an Referendare/Referendarinnen sowie Junglehrer/-innen (max. 5 Jahre im Schuldienst).

Thema: „Globale Herausforderungen mit digitalen Medien analysieren und präsentieren.“

Ausgehend von dem Verständnis, dass Geographie als problemlösungs- und zukunftsorientiertes Unterrichtsfach einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Bildung beiträgt, können dem Wettbewerbsthema entsprechende Lerneinheiten für die Klassen 5-13 eingereicht werden. Die Lerneinheit sollte deb Mehrwert, ggf. auch die Grenzen, digitaler (Geo-)Medien für den Erkenntnisgewinn sowie für die Präsentation von Lösungsansaätzen in den Blick nehmen. Sie muss neu und erprobt, didaktisch und methodisch innovativ sowie alltagstauglich und auf andere Klassen übertragbar sein.

Teilnahmebedingungen

Referendarinnen und Referendare können prüfungsrelevante Lerneinheiten aus ihren schriftlichen Arbeiten und Lehrproben weder in Teilen noch als Ganzes nicht vor dem Abschluss der Ausbildung einreichen. Eine Jury aus Fachleuten des VDSG und des Klett-Verlages trifft eine Auswahl aus den Einsendungen und befindet über die Zuerkennung der Preise. Das Preisgeld wird vom Ernst Klett Verlag gestiftet. Für Platz eins werden 750 €, für Platz zwei 500 € und für Platz drei 250 € ausgelobt. Die Verleihung des Preises findet im Rahmen des Klett Symposium Geographie und Schule am 17.3.2018 statt.

Die Ausarbeitung besteht aus

  • Verlaufsplan der Lerneinheit (einschließlich Einordnung in die Unterrichtsreihe), max. 3 Seiten DIN A4
  • Unterrichtsmaterialien als Anhang (PPT, KMZ, MPEG, MP4, PDF, Word etc. ( max. 20 Seiten
  • Bestätigung des Bewerbers/der Bewerberin, dass die Lerneinheit von ihm/ihr entwickelt wurde
  • Kontaktdaten (Postadresse, Telefonnummer, E-mail-Adresse)
  • Kurzvita (im Schuldienst seit…)

Einreichung

Die Arbeit ist einzureichen per E-Mail an:
kwh.hoffmann@erdkunde.de
(Karl W. Hoffmann: Seminarleiter für das Lehramt an Gymnasien in Speyer, 1. Vorsitzender des VDSG e.V.)

Einsendeschluss ist der 30 . November 2017

Bericht von der Geographie-Weltolympiade 2014 in Krakau

 

Team Germany erfolgreich von der
11. iGeo aus Kraków zurückgekehrt

Erstmals kehrten alle deutschen Teilnehmer mit Medaillen von einer iGeo zurück. Vom 19. bis 24. August 2014 fand die 11. Weltolympiade Geographie in Kraków, in unserem Nachbarland statt. Schon vorher zeichnete sich ab, dass wir leistungsmäßig ein sehr ausgeglichenes und starkes Team mit hohem Anspruch nach Polen schicken. Die Teilnahme am Trainingslager im April dieses Jahres in Leipzig verriet ein hohes Niveau unserer Olympioniken und ließ auf ein sehr gutes Ergebnis hoffen.

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Das deutsche Team bei der Geographie-Olympiade in Kraków (von links) Kerstin Bräuer (SAC, Teamleaderin), Lukas Burghardt (HES, Bronzemedaille), Robert Latka (THU, Silbermedaille), Jana Frenzel (BER, Silbermedaille), Konstantin Hierl (SAC, Silbermedaille), Wolfgang Gerber (SAC, Teamleader).

Nach dem Schreiben mehrerer physio- und humangeographischer Klausuren, einer zweitätigen Fieldwork-Tätigkeit mit Kartierungs- und Planungsaufgaben sowie einem Multimediatest war die Spannung bis zur Medaillenvergabe groß. Lukas Burghardt aus Hamburg errang für die Deutschland eine Bronzemedaille, Jana Frenzel aus Berlin, Robert Latka aus Weimar und Konstantin Hierl aus Leipzig Silbermedaillen. Das ergab in der Mannschaftswertung Rang 6 von 36 Teams. Jana war in der Wertung des Fieldwork-Wettbewerbes sogar die Drittbeste unter allen 144 Teilnehmern in der Welt.

Diese Resultate zeigen, dass die deutschen Schüler zu den Besten der Welt im Fach Geographie zählen. Das zeugt wiederum davon, dass in den Schulen eine solide Arbeit von den Geographielehrerinnen und -lehrern geleistet wird, aber auch von den Englischlehrern, denn die gesamte Olympiade findet in englischer Sprache statt. Da merkt man kaum einen Unterschied zu den Nativspeakern.

Die Tage in Kraków und auf dem anschließenden Fieldtrip durch Polen waren geprägt von einem sehr guten Verhältnis der „Students“ und ihrer Teambetreuer. Es wurden viele internationale Freundschaften geschlossen. Eine besonders gute Atmosphäre herrschte auch im deutschen Team. Es wurde viel gescherzt und gelacht. Auf der Heimreise überreichten die Schüler ihren beiden „Teamleadern“, Frau Kerstin Bräuer und Herrn Wolfgang Gerber (beide aus Leipzig), einen tollen Bildband über Polen mit persönlichen Widmungen und Dankesworten.

Ein großes Dankeschön geht an alle Lehrerinnen und Lehrer, an die Landesbeauftragten der Bundesländer , an das iGeo-Aufgaben-Team und an die Sponsoren (DGfG, VDSG, Klett Schulbuchverlag, Westermann Schulbuchverlag, Deutsche Bank Leipzig-West), die zum Gelingen des nationalen Wettbewerbes „Janus iGeo-Competition Deutschland“ und zum Erfolg auf der iGeo beigetragen haben.

Im Sommer/ Herbst 2015 beginnt der nächste nationale Wettbewerb. Auf der Homepage und in den Mitteilungsheften der Landesverbände des VDSG finden Sie dazu im Frühjahr 2015 die Informationen. Dann werden die Schülerinnen und Schüler in Deutschland gesucht, die unser Land bei der 12. iGeo in Peking vertreten werden. Bereiten Sie Ihre Schülerinnen und Schüler darauf vor und nehmen Sie an den Wettkämpfen teil.

Gutes Gelingen wünscht

Dr. Wolfgang Gerber

(2. Vorsitzender des VDSG)

Sonderpreis des VDSG beim Bundesfinale Jugend forscht 2014

Großer Erfolg für Jungforscherin
aus
Hamburg

Sonderpreis für
Erforschung des Vulkanismus auf Island

Bericht von  Volker Huntemann

 Beim diesjährigen Bundesfinale von Jugend forscht, das gemeinsam von der Adolf Würth GmbH & Co.KG und der Stiftung Jugend forscht e.V. in Künzelsau ausgerichtet wurde, ging der Sonderpreis des Verbands Deutscher Schulgeographen (VDSG) an Florentine Mostaghimi-Gomi (Hamburg) mit ihrer Arbeit „Drohende Vulkangefahr in Südwest-Island?“.  Die mit 1.000 Euro dotierte Auszeichnung wird jährlich für eine herausragende Arbeit aus dem Bereich des geowissenschaftlichen Unterrichts vergeben. Die Preisträgerin wurde zusätzlich zum Deutschen Geographentag 2015 in Berlin eingeladen.

Sonderpreis VDSG Foto
Florentine Mostaghimi-Gomi bei der Verleihung des Sonderpreises des Verbands Deutscher Schulgeographen (VDSG) mit dem Fachreferenten für außerverbandliche geographische Schülerwettbewerbe, StD Volker Huntemann. (Bild: Jugend forscht)

Im Rahmen eines Aufenthalts auf Island, einer exponiert liegenden Nahtstelle zwischen der eurasischen und der nordamerikanischen Platte, erforschte Florentine Mostaghimi-Gomi die dortigen vulkanischen Tätigkeiten. Ausgestattet mit einer Wärmebildkamera fotografierte sie Quellen und Schlammtöpfe nahe der Plattengrenze. Zudem verglich sie die gemessenen Temperaturen mit Werten aus einer wissenschaftlichen Arbeit aus dem Jahr 2007. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass an einigen Orten im Südwesten Islands die Temperatur seitdem deutlich angestiegen ist. Die Nachwuchswissenschaftlerin wertet das als ein deutliches Indiz, dass sich zunehmend heißes Gestein der Erdoberfläche nähert. Aus diesem Grunde empfiehlt sie eine verstärkte Überwachung der Region, um einen bevorstehenden Vulkanausbruch frühzeitig zu erkennen und notwendige Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Der Verband Deutscher Schulgeographen (VDSG) ist für alle Schulformen und Bildungsbereiche die Fach- und Interessenvertretung für geographische Bildung und Nachhaltigkeitserziehung und vertritt die Ziele gegenüber der Öffentlichkeit. Er unterstützt die Entwicklung des Faches Geographie, berät in unterrichtlichen Fragen, führt Exkursionen und Fortbildungen durch und informiert über neue wissenschaftliche Entwicklungen.